Überblick
Kurze Sätze
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In
der Kürze liegt die Würze!
Eine gute
Verkäufersprache ist eine einfache Sprache. Verwenden Sie die KISS-Formel:
Keep It Short and Simple. Oder auf Deutsch: KUSS: kurz und sehr simpel.
Verkürzen Sie mit der 12/6/3-Regel Wörter, Sätze und Absätze:
Beispiele:
Statt „Ineinandergreifen unseres Beratungs-Know-hows
mit unternehmensinternem Wissen des Kunden“
Besser:
„Unser Beratungs-Know-how greift mit dem Wissen des Kunden ineinander.“
Statt „Unter Zuhilfenahme von...“
Besser:
„Mit...“
Statt „Unter Ausnutzung von...“
Besser:
„Durch...“
Statt „Mit Ausnahme von...“
Besser:
„Außer...“
Statt „Rückäußerung“
Besser:
„Antwort“
Statt „Fragestellung“
Besser:
„Frage“
·
Satzlänge: ideal sind Sätze mit
durchschnittlich 6 Wörtern. Gute Werbetexter halten
sich an diese Regel und verwenden pro geschriebenen Satz 6-8 Wörter. Der
bekannte Fernsehmoderator Max Schautzer sagte, dass gesprochene Sätze, die mehr
als 13 Buchstaben haben, vom Publikum nicht mehr aufgenommen werden. Wir
unterscheiden Bandwurmsätze und Schachtelsätze:
Viele Dampfplauderer reden ohne Punkt und Komma, um
die natürlichen Pausen im Redefluss zu überdecken. Sie wollen verhindern, dass
der Kunde die Lücke nutzt, um selbst etwas zu sagen. Die Angst vor der Pause ist die erste wichtige Ursache für das beliebteste Füllwort, das „Äh!“
Mit diesem oder ähnlich klingenden verbalen Ausrutschern verderben Sie Ihrem
Zuhörer die rhetorische Suppe. Mit einem solchen „rhetorischen
Rülpser“
verbinden Sie zwei an sich kurze Sätze zu einem Bandwurmsatz. Eine zweite Möglichkeit,
die Pause zwischen zwei Sätzen zu füllen, ist ein Bindewort. Mit einem UND oder
einem ODER werden ebenfalls Bandwurmsätze produziert.
Andere Verkäufer reden einfach drauflos, ohne über
das Gesagte richtig nachzudenken. Die Reihenfolge: erst sprechen - dann denken,
kennen wir von kleinen Kindern und Betrunkenen. Die zweite Ursache für den
rhetorischen Rülpser ist das unkonzentrierte Sprechen. Untersuchungen zufolge ist die Denkgeschwindigkeit 12-15 mal schneller
als die Sprechgeschwindigkeit. Hieraus ergibt sich das Dilemma zwischen den
schnellen Gedankenblitzen und dem verspäteten Wortdonner. Kennen Sie das: ein
Satz ist noch lange nicht zu Ende gesprochen, Sie versuchen aber bereits einen
neuen Gedanken einzubauen? So entstehen komplizierte Schachtelsätze, bei denen sich der Sprecher hoffnungslos verirrt.
Er braucht jetzt Zeit, um nachzudenken und sich an
den anfänglichen Gedanken wieder zu erinnern. Der Zeitpunkt für den
rhetorischen Rülpser ist gekommen... Bilden Sie aus einem Bandwurm- oder
Schachtelsatz mehrere kurze Sätze oder machen Sie Aufzählungen:
Beispiel:
„Dieser
Mitentscheider, den Sie noch miteinbeziehen möchten, der aber erst in der
nächsten Woche Zeit hat, damit wir dann für Sie die richtigen Tools auswählen,
dessen Stimme benötigen Sie für die richtige Investition.“ Ein solch
verschachtelter Relativsatz ist für einen Zuhörer nur sehr schwer aufzunehmen.
Mehrere
kurze Sätze bilden: „Sie möchten einen weiteren Entscheider dazunehmen. Er hat
erst kommende Woche Zeit. Er entscheidet über die Investition.“
Aufzählung
machen:
1.
Sie benötigen einen weiteren Entscheider.
2.
Er hat erst nächste Woche Zeit.
3.
Er entscheidet bei der Investition mit.
Tipp: Nicht umsonst heißt es: Nebensätze bleiben
Nebensätze und sind sehr oft Nebelsätze. Sprechen Sie in kurzen Hauptsätzen!
Dies ermöglicht es Ihnen, nicht außer Atem am Ende eines Satzes anzukommen. Je
kürzer Ihre Sätze, umso geringer ist die Gefahr, dass Sie sich versprechen. Sie
werden durch den kurzen Satz gezwungen, langsamer zu sprechen. Die Stimme wird
am Ende eines Satzes automatisch tiefer.
Natürlich sollen Sie fachliche Äußerungen des
Kunden aufgreifen. Das gehört zu Ihrem Job. Doch wenn Sie Ihren Job besser als
andere machen wollen, denken Sie daran, dass Ihr Kunde deutlich mehr
Gesprächsanteile haben sollte als Sie. Im Idealfall liegen 70 % der
Gesprächsanteile beim Kunden und 30 % bei Ihnen. Bei langen Monologen ist das
nicht der Fall. Sie ziehen fast zwangsläufig weiteren sprachlichen Ballast nach
sich. Verkürzen Sie Ihren Gesprächsbeitrag durch Zwischenfragen. Entwickeln Sie
aus einem Monolog einen Dialog.
Beispiel:
„Sie sagen, Sie benötigen ein leistungsfähiges
DV-Anwendungssystem. Ziel bei der Software AG ist es, den Kunden bei einem
endnutzerorientierten Datenmodell zu unterstützen. Dazu werden zunächst in
Workshops mit den Fachbereichen die relevanten Zusammenhänge aufbereitet. Aus
den Ergebnissen der Workshops werden dann Handlungsempfehlungen für die
Umsetzung abgeleitet.“
Besser
ist ein Dialog mit Zwischenfragen: „Sie sagen, Sie benötigen ein
leistungsfähiges DV-Anwendungssystem. Ziel bei IW ist es, den Kunden bei einem
endnutzerorientierten Datenmodell zu unterstützen. Dazu werden zunächst in
Workshops mit den Fachbereichen die relevanten Zusammenhänge aufbereitet. Welche
Erfahrungen haben Sie mit solchen Workshops bisher gemacht? Aus den
Ergebnissen der Workshops werden dann Handlungsempfehlungen für die Umsetzung
abgeleitet. Ist diese Vorgehensweise für Sie weiter von Interesse?“
Tipp: Entwickeln Sie aus dem Gespräch mittels
Zwischenfragen einen Dialog. |



