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Lügen haben kurze Beine ... oder nicht?
Lügen haben kurze Beine ... oder nicht? |
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Wie Sie Lügen entlarven
Wie verhalten sich Menschen Ihrer Meinung nach, wenn sie lügen? Machen Sie den Test! (Auflösung unten)
„Du sollst nicht lügen!“, heißt es im achten christlichen Gebot. Doch verschiedene Studien zeigen, dass wir mit der Wahrheit nicht immer ganz genau nehmen: von den Befragten gaben…
• 25 % an, innerhalb der letzten 24 Stunden gelogen zu haben. • 90 % an, bei einem Rendezvous geflunkert zu haben. • 40 % an, dass sie kein Problem damit haben, ihre Freunde anzuschwindeln. • 80 % an, in einem Bewerbungsgespräch die Wahrheit verdreht zu haben. • 50 % an, ihrem Chef zumindest eine faustdicke Lüge aufgetischt zu haben.
Heerscharen von Wissenschaftlern haben sich mit der Frage beschäftigt, wie sich Lügen entlarven lassen. Ergebnis: Wenn Probanden Videos vorgespielt wurden, in denen gelogen oder die Wahrheit gesagt wurde, lag die Trefferquote kaum über Zufallsniveau. Selbst Lügendetektoren, Rechtsanwälte, Polizeibeamte, Psychologen, Sozialarbeiter und Personalexperten sind kaum in der Lage, Täuschungen zuverlässig zu erkennen. Allenfalls Profis (Verhörspezialisten, Heiratsschwindler, Pokerspieler, Betrüger etc.) liegen etwas über dem Durchschnitt. Somit lautet die Auswertung des Tests: alle Aussagen sind falsch!
Was verrät Lügner also wirklich? Obwohl Lügen den Schwindler nicht immer in Stress versetzt, ist es doch eine Belastung für das Gehirn: Der Schwindler muss an das denken, was der Andere schon weiß, was glaubwürdig ist und zum bisher Gesagten passt. Somit zeigt er tendenziell ein Verhalten, das dem angestrengten Nachdenken über ein Problem entspricht: Lügner neigen dazu…
• Arme und Beine weniger zu bewegen, • dieselben Phrasen zu wiederholen (ein berühmter Politiker: „Ich hatte keine Affäre mit dieser Frau.“), • vor der Antwort längere Pausen zu machen (viele Politiker), • kürzere und/oder ausweichende Antworten zu geben (alle Politiker), • sich durch weiche Formulierungen von der Lüge zu distanzieren (Man-Botschaften, Passiv, unpersönliche Formulierungen: „Es gab eine geringe Zahl an Kollateralschäden.“)
TIPP: Ein Lügner sieht danach aus, als ob er ohne guten Grund angestrengt nachdenkt.
"Ich habe gewaltigen Unsinn darüber reden hören, dass schlechte Menschen einem nicht ins Gesicht sehen. Trauen Sie dieser verbreiteten Auffassung nicht. Falls damit irgendetwas zu gewinnen ist, wird die Unehrlichkeit die Ehrlichkeit ... anstarren, bis die ihre Fassung verliert."
Charles Dickens
aus: Diabolische Rhetorik - Link: Seminarinhalte |
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