Überblick
Managerkrankheit
Managerkrankheit |
|
|
|
|
Legen
Sie fest, an wen Ihre Worte adressiert sind!
Sagt ein Verkäufer zu
seinem Kollegen: „Wenn man einen Kunden hat, der schlecht gelaunt ist, weiß man
manchmal gar nicht, was man sagen soll.“ Es kommen die Fragen auf: wer hat
einen schlecht gelaunten Kunden? Wer weiß nicht so richtig? Wer sollte etwas
sagen?
In der Praxis treffen
wir - häufiger bei Männern als bei Frauen - auf das Problem der Anonymisierung. Viele sagen: „Man
macht Karriere, man ergreift einen Job...“ - doch die Identität der
beschriebenen Person bleibt auf der Strecke.
Auch bei Zusagen oder
Versprechen bleibt der Sprecher vage: „Man wird sich um diesen Fall kümmern.“
Doch zugleich präsentiert dieses „man“
die eigene Unsicherheit, verdrängt das Handeln und relativiert Schwächen.
Ausrutscher und Verfehlungen werden harmloser, Betroffenheit anders deklariert
und persönliche Gefühle verborgen: „Man wird ja wohl mal Pause machen dürfen.“
Das kleine Wort „man“
ist gerade im Verkaufsgespräch überflüssig. Bitte achten Sie einmal darauf: Immer,
wenn Sie sich nicht festlegen
wollen, kein klares Ziel vor Augen haben, benutzen Sie das unspezifische „man“.
So wird garantiert nichts geschehen. Niemand wird die Verantwortung übernehmen.
Zusätzlich wählen Sie dann oft kraftlose Konjunktive wie „Man könnte...“
Werden Sie konkret! Legen Sie fest, an wen Ihre Worte adressiert sind und wer
die Verantwortung für eine Aufgabe übernehmen soll.
Beispiele:
Statt „Diese Aufgabe
sollte man jetzt rasch erledigen.“
Besser: „Bitte erledigen Sie jetzt diese Aufgabe zügig.“
Statt „Wie lange hat man
denn dafür bisher dafür gebraucht?“
Besser: „Wie lange haben Sie denn bisher dafür
gebraucht?“
Statt „Man sollte einmal
darüber nachdenken, ...“
Besser: „Lassen Sie uns darüber nachdenken, ...“
Statt „Kann man davon
ausgehen, dass...?“
Besser: „Kann ich davon ausgehen, dass...?“
„Man“-Botschaften
sind also:
·
anonyme Kommunikationskiller
·
beziehungslose Sprechmarotten
·
ausflüchtende Formulierungen
·
entpersonalisierend und nicht festlegend
·
sanfte Anfragen und Zusagen
Der „man“-Stil ist unpersönlich. Wenn Sie von sich selbst in der
„man“-Formulierung sprechen, weichen Sie konkreten Aussagen aus und wirken
distanziert. Ihre Kunden merken sofort, dass Sie in Allgemeinplätze ausweichen.
Das „man“ an der Stelle von „ich“, „wir“ oder „Sie“ wird oft benutzt, damit der
Gesprächspartner nicht von einer Aussage auf den Sprecher schließen kann.
Daher: Kurieren Sie die MANagerkrankheit aus! Ersetzen Sie das „man“ durch persönliche Formulierungen!
Tipp: „Man“ und ist unpersönlich und meint niemals
Anwesende!
|



