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Negationen

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Vermeiden Sie Negationen!

Denken Sie bitte jetzt NICHT an Urlaub. Ärgern Sie sich jetzt bitte NICHT über den letzten Strafzettel. Was ging in Ihnen vor, als Sie diese Sätze gelesen haben? Ist es Ihnen gelungen, nicht an Urlaub oder den Strafzettel zu denken? Sicher nicht! Unser Gehirn funktioniert nämlich genau anders herum. Wir können uns nicht etwas nicht vorstellen. Sie können nicht „nicht denken“. Ganz im Gegenteil. Wir müssen uns sogar jedes Mal erst etwas vorstellen, um es zu verstehen und dann tun oder vermeiden zu können. Wenn Sie jetzt also z.B. nicht an eine schwarze Katze denken sollen, dann müssen Sie sich diese zunächst einmal im Geiste vorstellen. Erst dann können Sie dieses Bild aktiv beiseite legen. Das heißt allerdings, in Ihrem Unterbewusstsein, in Ihren Denkstrukturen wird genau das intensiviert, wovon Sie sich loslösen sollen. Werfen Sie alle negativen Sprachmarotten, Gesprächskiller und Minus-Formulierungen über Bord. Entrümpeln Sie Ihren Sprachschatz!

Dazu Thomas Rau, Berliner Redenberater und Politikexperte: „Bei Ihren Zuhörern punkten Sie mit der positiven Perspektive. Ob Sie als Redner sagen, das Glas ist halb voll oder halb leer, macht von der Sache her keinen Unterschied. Aber die Wirkung unterscheidet sich enorm. Wer ständig negativ formuliert, hat das Publikum bald gegen sich. Mit einem positiven Grundton dagegen gewinnen Sie Aufmerksamkeit und Zustimmung der Zuhörer."

Beispiele: Die wichtigsten Negationen sind...

Nicht, falsch, leider, ungern, keinesfalls, schlecht, teuer, billig, notfalls, notgedrungen, notwendig, benötigen, enttäuschen, bereuen, ablehnen, streiten, belehren, Schmiergelder, Schaden, Entschädigung, Problem, Einwand, Fehler, Konkurrenz, Kosten, Risiko, Vertrag, Reklame, Leute. Wieso Leute? Früher sprach der Burgherr zu den Leuten, die zu seinen Füßen lebten - das gemeine Volk.

Heute spricht der Manager von den Leuten aus seiner Abteilung. Doch - haben Sie schon einmal jemanden von den Leuten aus dem Vorstand sprechen hören?... Dazu kommt: Es gibt immer ein treffenderes Wort als das verallgemeinernde Leute: Menschen, Kollegen, Freunde, Kunden.

Tipp: Leute“ ist abwertend und verallgemeinernd. Erweitern Sie Ihren Sprachschatz!

 

Beispiele:

Statt: „Wäre es nicht einfacher, ...?“

Besser: „Einfacher ist es für Sie...“

Statt: „Das ist unschwer zu erkennen.“

Besser: „Das ist leicht zu erkennen.“

Statt „Bitte verstehen Sie mich nicht falsch!“

Besser: „Bitte verstehen Sie mich richtig!“

Statt „Bitte vergessen Sie nicht, dass...!“

Besser: „Bitte denken Sie daran...!“

Statt „Wir sollten das nicht aus den Augen verlieren.“

Besser: „Wir behalten das im Auge!“

Negativ: „Wer gegen den Strom schwimmt, muss einiges schlucken können.“

Positiv: „Nur wer gegen den Strom schwimmt, kommt zur Quelle.“

Tipp: Negationen sind störende und demotivierende Sprachgewohnheiten. Sie bewirken genau das, was sie nicht sollen. „Seien Sie nicht der Geist, der stets verneint!“ Formulieren Sie möglichst positiv und optimistisch.

 
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