Überblick
Sie-Standpunkt
Sie-Standpunkt |
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Sprechen
Sie in einer kundenorientierten Sprache!
Was
können Sie tun, um Ihre Kunden direkt in das Gespräch miteinzubeziehen und zu
überzeugen? Bei jeder Aussage kommt es darauf an, von wem sie stammt. Denn wir
messen der Aussage umso größeres Gewicht bei, je höher unsere Wertschätzung für
die Person ist, welche die Aussage trifft.
Nehmen
wir an, drei Personen - Ihr Nachbar, der Chef Ihres Unternehmens und ein
anerkannter Börsenexperte - sagen Ihnen, welche Aktien Sie kaufen sollen.
Welche Meinung übernehmen Sie? Das hängt stark davon ab, ob Sie Ihren Nachbarn,
Ihren Chef oder den Börsenguru für besonders kompetent halten, ein Urteil über
Aktien abzugeben. Wie denkt Ihr Kunde über die Urteile, die Sie im Verlauf
eines Verkaufsgespräches abgeben? Richtig, sein Urteil hängt davon ab, wie
stark er Ihre Meinung schätzt. Nur: Im Raum befindet sich mindestens eine
Person, deren Meinung er höher einschätzt als Ihre: er selbst. Das ist ein
natürlicher Zug von uns Menschen und hat nichts mit Überheblichkeit zu tun.
Sind
Sie in der Situation, Ihr Verkaufsgespräch vor einem Gremium zu führen, stehen
Sie einer Vielzahl von Meinungen gegenüber. Jede dieser Personen hat nicht nur
eine Meinung über Sie als Verkäufer, sondern auch über die Urteilskraft der
Kollegen im Raum. In dieser Situation ist die Gefahr besonders groß, dass eine
„Meinungsschlacht“ anfängt, in der unternehmenspolitische Haltungen (z. B.
Traditionen, Abteilungsdenken: „Das haben wir noch nie so gemacht!“) innerhalb
des Gremiums die Sachargumente überdecken.
Stellen
Sie sich einmal folgende Fragen: Welchen Namen suchen wir im neuen Telefonbuch
zuerst? Wen suchen wir auf dem alten Klassenfoto zuerst? Was suchen wir im
Organigramm? Jeder Mensch hört nur das, was er hören will!
Was
also interessiert den Kunden? Welche Vorteile zieht er aus dem Geschäft? Anders
ausgedrückt: Was ist die Mohrrübe für den Kunden, der gerade vor Ihnen sitzt?
Beispiele:
·
Im Sportverein ist den Mitgliedern vor allem das
Gemeinschaftsgefühl wichtig.
·
Chefärzte in Krankenhaus sind sehr auf ihre eigene
Reputation bedacht; inzwischen ist Kostensenkung hinzugekommen.
·
Im Unternehmen kommt es auf Gewinnerzielung und
Kundenzufriedenheit an.
Ersetzen
Sie Ich-bezogene Formulierungen konsequent durch den Sie-Standpunkt. Auf diese
Weise wirken Ihre Aussagen kundenorientierter und erhalten mehr Gewicht.
Bringen Sie die Personen oder das Gremium, dem Sie gegenüber stehen, selbst als
Autorität ins Spiel. Sie werten auf diese Weise die Persönlichkeit Ihrer
Gesprächspartner auf und reduzieren die Gefahr eines Streits um Meinungen.
Setzen Sie dabei auch Zitate von anerkannten Personen und Institutionen (z.B.
Wirtschaftsmagazine) ein, um den Kunden zu Meinungen und Erfahrungen zu führen.
Achten Sie darauf, dass diese Meinungsführer auch beim Partner ein hohes
Gewicht haben. Der Satz: „Für Sie habe ich eine interessante Information...“
wirkt sehr unterschiedlich, je nachdem, ob Sie mit „... aus der Financial
Times“) oder „... aus der Bild-Zeitung“ fortsetzen.
! Überzeugen Sie Ihre Gesprächspartner! Setzen Sie die
Sie-Nutzen-Präsentation ein. Nicht was ich noch was wir (das Unternehmen)
leisten oder können, sondern nur was SIE, Herr Kunde, erhalten, ist
ausschlaggebend.
Beispiel:
„Unser Hotel hat 13 Tagungsräume.“
„So
what?“
„Sie können ganz nach Ihren Anforderungen einen
zentralen Plenarsaal mit genau den von Ihnen benötigten Gruppenarbeitsräumen,
dem Speisesaal und einem Präsentationsraum buchen.“
„So what?“
„Für Sie, lieber Kunde, bedeutet das
·
kurze
Wege: Sie sparen Zeit!
·
Übersicht:
Sie haben Kontrolle über alle Abläufe!
·
Aufsicht:
Sie haben Kontrolle über alle Teilnehmer!
·
Ihre
Veranstaltung wird effektiver!“
„Great!“
Statt „Ich bin der Meinung...“
Besser: „Das bedeutet für Sie...“
Statt „Meine Erfahrung ist...“
Besser: „Für Sie ist es
sinnvoll...“
Statt „Wir garantieren Ihnen...“
Besser: „Sie erhalten die
Garantie, dass...“
Statt „Ich will...“
Besser: „Ihnen nützt...
Statt „Ich habe folgendes...“
Besser: „Für Ihre Zwecke...“
Statt „Ich zeige Ihnen...“
Besser: „Sie erfahren...
Bei der
ersten Formulierung steht der Verkäufer („ich“) oder sein Unternehmen („wir“)
im Mittelpunkt, bei der zweiten der Kunde.
! Nehmen Sie den SIE-Standpunkt ein: Vom „Ich“ über das
„Wir“ zum „Sie“! |
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